SENF DRESSING

Das Grundrezept für Salate, Lachs & Co.

Ob als für Ruccolasalat, Feldsalat oder Lachs – das Rezept für ein Senf Dressing mit Honig ist die Basis für etliche Abwandlungen. Allerdings schmeckt schon es schon in der einfachsten Version ausgesprochen lecker.

Eigentlich stammt es aus der französischen Küche und besteht nur aus wenigen Zutaten. Daraus resultiert auch der Name French Dressing. Der besondere Geschmack ergibt sich vor allem aus der Kombination von Senf und Honig.

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Rezept für Senf Dressing

(2 Personen)

6 El Olivenöl
2 El Weißweinessig
1 Tl Dijon Senf
1 Tl Honig
Salz, Pfeffer

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Selbst für Laien ein Kinderspiel. Alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit einem Schneebesen aufschlagen, bis eine sämige Konsistenz (Emusion) entsteht. Mit einem Stabmixer geht´s nicht nur schneller. Auch die Emulsion gelingt besser und hält länger ihre Konsistenz.

Die einfachste Zubereitung eines Senf Dressings

Es genügt aber auch ein verschließbares Glas: Zutaten rein, Deckel drauf und kräftig schütteln – fertig!

Rezept Senf Dressing mit Honig

Für den Einkauf der Zutaten

Dijon Senf

Dieser scharfe Tafelsenf ist nicht entölt und wird nur aus den Körnern des Braunen bzw. Schwarzen Senfs gewonnen. Damit er seine helle Farbe erhält, werden die Senfkörner nur geschält.

Seine Rezeptur enthält statt Essig den so genannten Verjus, einen sauren Saft unreifer Trauben. Wer die Schärfe mildern möchte, verwendet als sein mildes Pendant Bordeaux Senf.

Weißweinessig

Hochwertiger Eessig besteht nur aus dem vergorenen Ausgangsprodukt. Er enthält keine Zusatzstoffe wie Zuckercouleur, Aromen o.ä.. Darüber hinaus durfte eine bestimmte Zeit in Fässern reifen.

Olivenöl

Gutes Olivenöl ist leider nicht einfach zu erkennen. Selbst wenn der Preis hoch ist und Extra Nativ draufsteht. Die diversen Tests im Netz sind sehr ernüchternd. Simpler Rat: Je mehr Infos das Etikett bietet, desto besser.

Aussagen über Qualität, Herkunft, Olivensorte, Erntejahr, Geschmack oder eine so genannte LOT-Nummer zur Rückverfolgung, bringen Sicherheit in der Beurteilung. Manche Hersteller verweisen im Netz sogar per Link auf die chemische Analyse.

Das passt auch ins Dressing

Das passt auch in ein Senf Dressing

Tipps & Pannenhilfe

Honig
Er sollte flüssig und nicht kristallisiert sein. Die Emulsion wird sonst beim Aufschlagen der Vinaigrette bzw. des Dressings erschwert und es gibt unschöne Klümpchen.

Der Honig wird wieder flüssig, wenn du ihn mit dem Glas in eine Schüssel mit heißem Wasser stellst.

Wenn die Bindung verloren geht
Hat das Dressing im Kühlschrank gestanden, sind Öl und Essig meist wieder getrennt. Das ist kein Problem. Es reicht ein kurzes Aufschlagen oder Schütteln im Glas und die Emulsion steht wieder.

Dauerhaft mit Xanthan binden
Xanthan verdanken wir der Molekularküche. Es wird von Xanthomonas Bakterien durch Fermentation aus Maisstärke gewonnen. Das Pulver ist geschmacksneutral und kann kalt aufgelöst werden. Am besten geht das mit einem Stabmixer oder Handmixer.

Vinaigretten bzw. Dressings bekommen durch Xanthan eine samtige Konsistenz und die Emulsion eine höhere Standfestigkeit.

Wenn du viel Vinaigretten verbrauchst, lohnt es sich, 500 ml einer Mischung aus 5-10 Gramm Xanthan und 500 ml Wasser vorrätig im Kühlschrank zu haben zu haben. Du brauchst dann nur je nach Menge 1 Teelöffel oder Esslöffel dieser Mischung in das Dressing zu geben.

Sauer im Geschmack
Sicherlich war der Säuregehalt im Essig zu hoch. Ein wenig mehr Öl schafft Abhilfe.

Zu scharf
Schmeckt die Vinaigrette zu scharf, dann war entweder der Pfeffer zu alt und zu viel oder die Menge an Senf zu hoch.

Hier hilft nur: Mehr Öl verdünnt, mehr Honig mildert.

French Dressing: Die Franzosen waren es

Eine gute Geschichte ist meist das halbe Marketing. Das Senf Dressing firmiert im Englischen auch unter dem Namen French Dressing. In Frankreich einfach Vinaigrette. Beide gehen angeblich auf den gleich Ursprung zurück.

Den schildert Brillat-Savarin (1755-1826), seines Zeichens einer der wichtigsten französischen Feinschmecker, in seinem 1826 veröffentlichten Buch „Physiologie des Geschmacks“.

Der aus dem Limousin stammende Franzose d’Albignac in einem der berühmtesten Londoner Restaurants. Am Nachbartisch saßen fünf Dandys der Hocharistokratie. Von ihnen wurde er angesprochen:

„Pardon Herr Franzose! Es heißt, Ihre Nation macht den besten Salat der Welt. Würden Sie uns das Vergnügen machen, sich einmal des unsrigen anzunehmen!“

D’Albignac ließ kommen was er brauchte und legte los. Das Ergebnis begeisterte die Dandys derart, dass er wenig später von einem der besten Hotels gebeten wurde, dort die Salate anzurichten. Er galt plötzlich als „the fashionable salat-maker“.

Geschäftstüchtig wie er war, setzte er schon damals die Idee der heutigen Kochboxen um. Er nahm alle Zutaten für seine Salatsauce, packte sie in ein edles Holzkästchen und verkaufte dieses.