VON MELONEN & PANZERBEEREN

OBST ODER GEMÜSE?

Melonen gehören selbstverständlich zum Obst. Das denken viele und liegen damit falsch. Wir erklären den Grund und wie sie trickreich gegessen werden.

  • Harte Schale, weicher Kern – beim Fruchtfleisch der Melonen helfen Messer, Löffel oder Ausgießer.
  • Als Kulturfrucht sind sie steinalt. Kein Wunder, dass es zahlreiche Arten gibt.
  • Reif oder unreif? Mit unseren Tipps fällt die Antwort leicht.
  • Die Melone ist durchaus gesund, obwohl sie fast nur aus Wasser besteht.. Zwar reicht es nicht zum Superfood, aber ein paar gute Dinge sind drin.
  • Wer es mit Messern und Löffeln nicht so hat, nimmt einen Küchenhelfer.

Melonen schneiden, löffeln oder gießen

Es gibt nicht viel Obst und Gemüse, das im Sommer derartig erfrischend ist. Die Melone stammt vorwiegend aus den Subtropen und fällt für die meisten zwar umgangssprachlich unter Obst, sie gehören aber zum Gemüse. Nähere Verwandte sind Gurken und Kürbisse. Wegen der harten Schale wurden sie früher auch Panzerbeere genannt.

Melonen auf einem Markt

© Elke Hötzel / Fotolia

Schon 2000 v. Chr. wussten die alten Ägypter, dass bei Durst eine Melone besser schmeckt als Wasser pur. Wenig später schlossen sich die Asiaten und Inder dieser Meinung an. Statt die Kerne wegzuwerfen, steckten sie diese in die Erde gesteckt. Warum teuer einkaufen, wenn´s zu Hause im Garten wächst! Schon waren die Ägypter ihre Monopolstellung für den Anbau von Melonen los. Der globale Erfolg der Melone (vor allem der Wassermelone) dauerte zwar etwas länger, war dafür jedoch nachhaltig.

Zuckermelonen und Wassermelonen

Zuckermelonen und Wassermelonen gibt´s praktisch in jedem Supermarkt. Viele Rezepte für Vorspeisen, Dessert und Obstsalate kommen ohne ihr Fruchtfleisch nicht mehr aus.

Wassermelonen: Zitronen Melone, Sugar Baby, Crimson Sweet

Von Mai bis September kommen sie aus Spanien, Italien, Ungarn oder Griechenland. Im Winter in der Regel aus Costa Rica. Die am meisten verkaufte Sorte unter den Wassermelonen ist Sugar Baby. Glatte Schale mit kräftigen Grüntönen, sehr saftiges und süßes Fruchtfleisch. Als mittelgroße relativ anspruchslose Frucht wird sie auch von den Gärtnern in unseren Breitengraden begeistert angebaut. Im September ernten sie 3-4 kg schwere Früchte.

Melone - Die bekannteste ihrer Art ist die Wassermelone

© MightyBlue / Fotolia

Rund bis länglich, hellgrüne Schale mit dunkelgrünen Streifen – so sieht nur eine Crimson Sweet Wassermelone aus. Sie rangiert an zweiter Stelle im Verkaufsranking der Wassermelonen. Manche ihrer Unterarten wurden fast kernlos gezüchtet.

Zuckermelonen

Cantaloupe Melonen: Charentais, Ogen

Unter ihrem eigentlichen Namen »Warzenmelonen« wären diese Melonen wahrscheinlich schwer vermarktbar. Die Idee, sie nach dem Ort der ersten Nachzucht in Europa zu benennen, klingt da besser. Um 1700 wurde sie in Cantalupo in Sabina, einer kleinen Gemeinde der Region Latium in Italien, das erste Mal aus Samen gezogen. Wahrscheinlich gehen auf diese Melone die meisten Rezepte in Kombination mit Parma Schinken zurück

Cantaloupe - Charantais Melone

© Christian Jung / Fotolia

Charantais bleiben mit einem Durchmesser bis 12 cm und einem Gewicht zwischen 0,5 -1,5 kg recht klein. Dafür besitzt sie ein süßes und würziges Fruchtfleisch. Im Unterschied zu den ähnlich aussehenden Netzmelonen ist ihre Schale gerippt, selten mit Warzen besetzt, aber bei sortenreinen Melonen nie netzartig. Ogen Melonen weisen eine grüne, gelbliche Schale auf. Sie haben ein leicht grünliches, rosa gefärbtes Fruchtfleisch mit fruchtigem, säuerlichem Geschmack und stammen aus Israel.

Honigmelonen: Flesh Honey Dew, Casaba, Kanarische Melone

Im Vergleich zu den Cantataloup Melonen, bringt eine Honigmelone mit 1,5 kg – 4 kg mehr Gewicht auf die Waage. Am meisten verbreitet ist die Flesh Honey Dew aus dem mittelamerikanischen Anbau. Sie hat eine weiße, ins gelbe gehende glatte Schale und ist im Geschmack sehr süß.

Melone - Casaba Honigmelone

© robert lerich / Fotolia

Eine Casaba Melone erkennt man an der gelb-orangen gerippten Schale. Allerdings schmeckt ihr weißes Fruchtfleisch nicht sehr aromatisch.
Die kanarische Melone kann nicht verwechselt werden: Ihre Form ähnelt einem Rugbyball, ihre Schale ist nur leicht gerippt und leuchtend gelb. Schmeckt sehr gut und hoch aromatisch!

Netzmelone: Galia

Wie der Gruppenname schon sagt, sind Galia Melonen von einem zarten weißen bis bräunlichen Netz überzogen. Ihr weißes Fruchtfleisch schmeckt ausgesprochen aromatisch und schmilzt förmlich auf der Zunge.

Melone - Galia Netzmelone

© tpzijl / Fotolia

Reife Galia Früchte weisen, im Gegensatz zur Wassermelone,  ein grünliches Fruchtfleisch auf.

Tipps für den Einkauf und die Lagerung

  • Der Klang einer reifen Honigmelone hört sich dumpf an.

  • Bei ausgereiften Früchten ist der Geruch vor allem am Stielansatz süß duftend.

  • Reife Honigmelonen (Zuckermelonen) riechen etwas nach Ananas, überreife dagegen leicht vergoren.

  • Die Farbe der Cantaloupe Melonen richtet sich nach ihrer Reife. Ist die Schale hellgrün bis leicht gelblich hat sie die perfekte Reife. Eine durchgehende tiefgelbe Farbe belegt Überreife.

Inhaltsstoffe

Je kleiner die Melone, desto mehr ist drin. Kennzeichnend für alle Melonenarten sind der enorme Wassergehalt und die geringe Anzahl an Kalorien. 100 g Fruchtfleisch haben nur 36 Kalorien und bestehen zu 96 Gramm aus Wasser.

Der Anteil an Kohlenhydraten beträgt lediglich 3%. Dem hohen Gehalt an Provitamin A wird sogar eine für die Haut, Zähne Knochen und Haare verjüngende, schönheitsfördernde Wirkung zugeschrieben.

BÜCHER & REZEPTE

Rezepte mit Melone
Exotische Früchte - Melonen

KÜCHENHELFER UM EINE MELONE ZU SCHNEIDEN

Mango passt wunderbar ins Ceviche. Beim Schälen hilft dieser Mangoschneider.

Schneider Set für Melone