MANGO SCHNEIDEN

WENN´S FLUTSCHT UND KLEBT

Beim Mango schneiden kleben die Finger und der Kern will ständig aus der Hand flutschen. Es geht auch ohne.

Tipps: So bleiben beim Mango schneiden die Finger trocken

Sie steht in jeder Superfood Liste und in allen Publikationen, die sich mit gesundem Essen und bewusster Ernährung beschäftigen. Das Netz ist voller Rezepte mit der exotischen Frucht. Kein Wunder, dass die Beliebtheit der Mango und der Bedarf nach ihr regelrecht explodiert sind. Eine ähnliche Entwicklung hat nur noch die Avacado dank des gleichen Labels hingelegt.

Alles nur Marketing? Der Blick auf die Inhaltsstoffe zeigt, eine Mango ist wirklich sehr gesund. Man sollte sie tatsächlich mehr essen. Wenn es nur nicht so klebrig beim Schneiden und Schälen wäre. Wir zeigen, wie man an das Fruchtfleisch kommt.

Einen Igel aus der Mango schneiden

So simpel wie es aussieht, ist es auch. Gerade reife Mangos enthalten nicht nur viel Saft, sie haben auch ein sehr weiches Fruchtfleisch. Sie zu schälen, ist eine rutschige Angelegenheit. Während man den Kern hält, rinnt der süße Saft regelrecht an den Händen entlang. Im Video ist zu sehen, wie es richtig geht: Einen so genannten Igel aus der Mango schneiden.

Mit dem Messer am Kern entlang die Frucht in zwei Hälften teilen. Danach in das Fruchtfleisch kleine Würfel schneiden und schon kann die Mango mit einem Löffel würfelweise gegessen oder weiter für Rezepte verwertet werden.

Eine wilde Frucht: Gut zu wissen

Für die Ernte einer wilden Frucht muss man hoch hinaus. Die Mango wächst in den Tropen auf bis zu 45 Meter hohen immergrünen Bäumen und hängt traubenartig an langen Stielen. Ihre Reifezeit beträgt nach der Blüte ungefähr 4-6 Monate. Danach sind sie bis zu 2 kg schwer. Kommerziell wären solche Bedingungen zu kostenintensiv. Aus diesem Grund bestehen Mangoplantagen aus kultivierten kleineren Bäumen.

Mango schneiden: Eine Wildfrucht die leider zu hoch hängt

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Trotz ihres hervorragenden fruchtig süßlichen Geschmacks hat die Mango erst relativ spät ihren Weg in die Obstauslagen europäischer Supermärkte gefunden. Um die Jahrtausendwende galt sie noch als Rarität. Nach wie vor kommen die meisten von ihnen aus den Regionen Assam in Indien und Myanmar. Aus dem gestiegenen

Bedarf in Europa resultiert die geografische Erweiterung des Anbaus in Ländern wie Pakistan, Thailand, Mexiko oder Spanien.

Wann ist eine Mango reif? Reife Mangos, sind leicht zu erkennen. Die Schale lässt sich leicht eindrücken und hat kleine schwarze Punkte. Der Geruch einer reifen Mango ist sehr intensiv.

Warum die Mango gesund ist

Die Unterschiede können bei einer Mango ziemlich vielfältig sein. Größe, Gewicht, Geschmack, Zuckergehalt, Fruchtsäure, Aussehen – die Inder kennen über 1.000 Mangosorten. Allen gemeinsam ist jedoch nicht nur der relativ große flache Kern, sondern auch der üppige Gehalt an Vitaminen.

  • das Vitamin C der Mango festigt Bindegewebe und Zahnfleisch

  • der hohe Anteil des Provitamin A (Betacarotin) schützt vor Infektionen und Erkältungen

  • Mangos enthalten viel Vitamin B6, dieses beeinflusst bestimmte Hirnfunktionen im Zusammenhang mit Schlafstörungen positiv

  • bei Blutarmut (Anämie) hilft der ebenfalls hohe Eisenanteil in den Mangos

  • Mangofrüchte sind leicht verdaulich bzw. säurearm und wirken dadurch beruhigend auf den Darm

  • in Indien helfen Mangos beim Stillen von Blutungen und dienen der Herzstärkung

Der höchste Anteil bei den Vitaminen stammt aus Vitamin B Gruppe. Die Liste der ebenfalls reichlich vorhandenen Mineralien und Spurenelemente führt Kalium an. Kein Wunder, dass der Stoffwechsel nach dem Essen einer Mango in Hochstimmung gerät.

Der Geschmack rechtfertigt den Preis: Flugmangos

Wie viele exotische Früchte die einen längeren Transportweg nach Europa per Schiff zurücklegen müssen, wird auch die Mango unreif geerntet. Sie ist fester, besser vor Druckstellen geschützt und reift später nach. Allerdings hat sie gegenüber vollreifen Früchten einen großen Nachteil: weniger Geschmack und Aroma. Diese reifen bis zu drei Monate länger am Baum. Nur so können sich die natürliche Süße und der intensive Fruchtgeschmack im vollem Umfang entwickeln.

Der Aufwand dafür ist zum Teil immens. Scheint die Sonne zu stark, wird jede einzelne Mango am Baum mit einer Tüte geschützt. Eine Schiffsreise würden derart gereifte Mangos nicht mehr überstehen. Also werden sie sorgsam verpackt und in wenigen Tagen mit dem Flugzeug nach Europa gebracht – Flugmangos eben. Feinschmecker wissen den Qualitätsunterschied zu schätzen und zahlen für Flugmangos deutlich höhere Preise im Vergleich zur unreifen Mango.

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Exotische Früchte: Eine Mango schneiden

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