KNOBLAUCH SCHÄLEN

Knoblauch schälen gehört eher zu den unbeliebten Aufgaben. Die Schale klebt regelrecht am Knoblauch und geht nur mühselig in kleinen Stücken ab.

Das Schlimmste: Man hat ihn noch gar nicht gegessen, riecht aber schon. Von der Feinarbeit an der Knolle „duftet“ nicht nur das Schneidbrett intensiv nach den freigelegten Zehen. Doch Du kannst Knolle und Zehen in Sekunden auch anders von der Schale befreien. Einfach die Zehen in ein Glas mit Deckel geben, verschließen und so lange schütteln, bis sich die Schalen gelöst haben.

Was hilft gegen Knoblauchgeruch?

Knoblauch gehört wie Zwiebeln zur Gattung der Lauche. Ungeschält ist er nahezu geruchslos. Man muss ihn schälen und schneiden, damit er sein berüchtigtes Aroma entwickelt. Erst wenn seine Zellstrukturen beschädigt werden, reagiert eine bis dahin geruchsneutrale schwefelhaltige Aminosäure mit dem Enzym Alliinase. Das entstehende Allicin sorgt für den prägenden Geruch und die Schärfe von Knoblauch.

Wenn die Finger vom Schälen nach Knoblauch riechen

Es ist praktisch unvermeidlich. Wer zieht sich zum Schälen und Schneiden von Knoblauch schon Gummihandschuhe an, damit er nicht an den Händen riecht? Obwohl er geschält einfach nur nach frischem Knoblauch duftet, gemessen an der penetranten Fahne aus dem Mund, nachdem man ihn gegessen hat.

Als Gegenmittel gibt es im Handel Stahlseife. Dessen Wirkung beruht auf der Eigenschaft, Moleküle sehr gut zu adsorbieren. Die Schwefelmoleküle des Knoblauchs werden zersetzt und der Geruch wird neutralisiert.

Knlauch schälen und in Scheiben schneiden

Was viele nicht wissen, es reicht schon, die Finger am Messerblatt oder der Armatur der Spüle zu reiben. Der Effekt ist der Gleiche.

Man riecht´s: Es hat geschmeckt

Aioli, Tzatziki & Co. verpassen einem ungewollt die Funktion eines Werbeträgers. Nach dem Essen am Mittag, wirbt der Atem noch am Abend. Die Mimik des Gesprächspartners verrät, was er davon hält. Leider reicht es nicht, die Knoblauchfahne aus dem Mund zu bekämpfen.

Knoblauch in Würfel schneiden

Das Allicin gelangt beim Essen über den Magen bzw. Darm ins Blut und verteilt sich im ganzen Körper. Die Schwefelverbindungen werden dann nicht nur über die Lunge, sondern auch über die Haut abgegeben. Hier eine Übersicht der Gegenmittel:

  • Bonbons oder Kaugummi mit Pfefferminze: ätherisches Öl der Minze

  • fetthaltige Milch: gebundene Fette beeinflussen die Schwefelverbindungen

  • grüner Tee: wirkt über seine Polyphenole bzw. Antioxidantien

  • Petersilie, Ingwer, Zitronensaft, Kardamom, Nelken, Kümmel, Salbei, Fenchel

Egal was Du nimmst, es hilft nur bedingt. Der Knoblauchdunst weicht nicht völlig und hält bis zu einem Tag an. Allerdings kannst Du das Ausmaß sowohl durch die verzehrte Menge, als auch die Verarbeitung des Knoblauchs beeinflussen.

Knoblauch schneiden oder pressen?

Je stärker der Knoblauch nach dem Schälen zerkleinert wird, desto mehr Allicin entsteht. Möchtest Du ihn weniger scharf haben, schneidest du die Zehen in dünne Scheiben und verarbeitest sie gleich.

Knoblauchpresse

Je länger die geschnittenen Zehen stehen, desto mehr Allicin entsteht. Kräftiger wird sein Aroma, wenn er in kleine Würfel geschnitten wird. Eine Knoblauchpresse erzielt das meiste Aroma und den stärksten Geruch.

TIPP

Wird Knoblauch erhitzt, zerfallen die Schwefelverbindungen und die Geruchsprobleme sind gelöst.

Profiköche umgehen bei den meisten Gerichten das Problem, indem sie den Knoblauch zum Aromatisieren nutzen und ihn dann wieder entfernen. Sie reiben z.B. die Salatschüssel oder Pfanne nur mit Knoblauch aus. Beim Kochen spielt es jedoch keine Rolle mehr.