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Granatäpfel schälen, öffnen und richtig entkernen

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Oh ja, du kannst ganz leicht Granatäpfel schälen, ohne dass die Kerne spritzen. Oft spritzt und leuchtet ihr Saft, dass man seine helle Freude hat. Nach dem Einschneiden der Frucht und Öffnen ihre Schale, geht es ganz einfach.

Vor allem Kinder, wissen den Spaß mit Granatäpfeln zu schätzen. Frei nach dem Motto: „Vor dem Essen kommt das Vergnügen“. Zum Leidwesen der Eltern wird beim Entkernen des Granatapfels im Umkreis eines Meters neu dekoriert.

Die Früchte des Granatapfelbaums Punica granatum hinterlassen herrlich leuchtend rote Spuren. Dagegen gibt es einen simplen Trick.

Ohne Spritzer: Granatäpfel richtig schälen

Nein, besser nicht. Wie bei Äpfeln kannst Du die Schale eines Granatapfels nicht mit einem Messer schälen. Dafür ist sie nicht biegsam genug und haftet auch zu stark an den Trennwänden.

Ebenso wenig solltest Du die Frucht zum Entkernen in zwei Hälften schneiden. Dabei werden die Kerne zerschnitten und der Saft geht verloren. Die eine Methode gibt es nicht. Aber es helfen ein paar Tricks, wie Du an die Kerne gelangst, ohne gleich die Küche renovieren zu müssen.

1. Schale an der Blüte einschneiden

Schale an der Blüte einschneiden

Steche die Messerspitze zwei bis drei Zentimeter von der Blüte entfernt leicht in in die Schale ein. Dann kreisförmig um den Blütenansatz schneiden. Stichst Du das Messer zu tief ein, triffst Du die Kerne und deren Saft läuft aus dem Schnitt.

2. Schale mit Blüte abheben

Schale mit Blüte abheben

Vorsichtig den Deckel der Schale samt Blüte abziehen. Im Idealfall sind die Kerne darunter unverletzt.

3. Strunk bzw. obere Trennwände herausschneiden

Strunk bzw. obere Trennwände herausschneiden

Den weißen Strunk in der Mitte herausschneiden. So lässt der Granatapfel besser in kleine Stücke teilen.

4. Den Granatapfel anschneiden und öffnen

Den Granatapfel anschneiden und öffnen

Die Schale an den weißen Trennwänden von der Blüte bis kurz vor dem Stielansatz entlang, ca. einen halben Zentimeter anschneiden. Sie soll nur durchschnitten werden. Nicht bis in die Kerne schneiden.

Danach den Apfel langsam auseinanderbrechen. Am sichersten ist es, ihn dabei in einer Schüssel nach unten zu halten.

5. Kerne herauslösen

Die weißen Trennwände abziehen und die Kerne ausbrechen.

Im Wasser entkernen

Bezüglich des Spritzens ist es die sicherste Methode. Der Trick dabei: Im letzten Schritt findet das Entkernen in einer Schüssel mit Wasser statt. Das Herauslösen der Kerne erfolgt sozusagen untergetaucht.

Trotz der Schonung vor farblicher Erneuerung umliegender Wände, wirkt das Gefummle unter Wasser befremdlich. Letztlich kann das jeder für sich entscheiden.

Kerne mit dem Löffel aus der Schale klopfen

Eine weitere Möglichkeit funktioniert bei reifen Granatäpfeln recht gut. Du schneidest dafür den Granatapfel wie oben beschrieben ein und brichst ihn vorsichtig auf.

Dann hältst Du die Segmente umgedreht über eine Schüssel und klopfst mit einem Kochlöffel oder einem Löffel auf die Schale. Dabei lösen sich die Kerne und fallen heraus. Verbleibende Kerne kannst Du mit der Hand entfernen.

Wie isst man einen Granatapfel?

Was der Name suggeriert, klappt leider nicht. Beißt Du wie in einen Apfel einfach hinein, freut sich Dein Zahnarzt. Die Schale eines Granatapfels ist ausgesprochen hart und nicht essbar. Darunter befindet sich auch kein Fruchtfleisch.

Unter der Schale besteht er fast nur aus Kernen, die prall mit Saft gefüllt sind. Im vollreifen Zustand stehen sie leicht unter Überdruck. Aus diesem Grund spritzt der Saft, wenn die Kerne angeschnitten oder verletzt werden.

Leider kann man nur die Kerne essen. Sie schmecken süß-säuerlich. Der Rest ist zu bitter, oder zu hart. Ihr Geschmack ist leicht herb und trotzdem süß.
Diese Mischung bewirkt mit der Fruchtsäure eine angenehme Frische beim Essen.

Aus diesem Grund verwenden die meisten Rezepte die Kerne von Granatäpfeln vor allem für Salate und Desserts.

Granatäpfel vor der Ernte in Israel

Granatäpfel stammen ursprünglich aus West,- und Mittelasien. Für den Anbau brauchen sie subtropisches bis tropisches Klima. Die Äpfel im Supermarkt kommen aus dem Iran, Israel oder der Türkei.

Ihr Anteil an sekundären Pflanzenstoffen adelt die reifen Früchte zum Superfood. Die Kerne des Granatapfels:

  • besitzen einen sehr hohen Anteil an Polyphenolen wie Punicalagin (antioxidativ, krebs- und entzündungshemmend)
  • eine deutlich höhere antioxidative Wirkung (mehr Antioxidantien) als z.B. der Saft aus Blaubeeren, Cranberrys oder Acaibeeren
  • einen hohen Gehalt an Kalium, Kalzium, Eisen, Phosphat und Beta Carotin
  • haben eine positive Wirkung bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Tipps für den Einkauf von Granatäpfeln

  1. Die Erntesaison reicht von September bis Dezember.
  2. Rote Früchte kommen meist aus Israel, gelbe aus Spanien.
  3. Bei einem reifen Granatapfel ist die Blüte leicht geöffnet.
  4. Sind die Kerne sehr sauer, war der Granatapfel noch unreif.
  5. Granatäpfel reifen nach der Ernte nicht mehr nach.
  6. Durch seine dicke ledrige Schale ist er bei unter 10°C über Wochen lagerfähig, bei Zimmertemperatur mehrere Tage.
  7. Auch wenn durch längere Lagerung die Schale eintrocknet, bleiben die Kerne im Inneren frisch.

Granatapfel & Grenadine

Beide Bezeichnungen sind richtig und werden synonym verwendet. Umgangssprachlich versteht man jedoch zumindest in Deutschland unter Grenadine den Fruchtsirup aus Granatäpfeln.

Dessen Saft wird so lange eingekocht, bis die Konsistenz zähflüssig ist. Der Sirup ist von rubinroter Farbe, alkoholfrei und mit Zuckercouleur versetzt. Aus diesem Grund kommt er vor allem beim Aromatisieren und Färben von Cocktails zum Einsatz.