Kulinarisch läuft ohne Eier in der Küche nicht viel.

Es gibt nicht viele Zutaten, die fast in jedem Kühlschrank zu finden sind. Wer nicht gerade auf tierische Lebensmittel in der Ernährung verzichtet, für den gehören frische Eier sozusagen zur Grundausstattung.

Ob gekocht, gebraten, pochiert oder als Eierspeise zubereitet, was simpel klingt, ist es längst nicht mehr. Es gibt jede Menge Tipps & Tricks beim Einsatz von Eiern.

Frische Eier
Eier zum Kochen

KOCHZEIT

Wie lange müssen Eier kochen?

Ein richtiges Frühstück ist für viele erst vollständig, wenn ein perfekt gekochtes Ei dazugehört. Das kann einem Choleriker aber auch schnell die Stimmung verderben. Was ein perfektes Frühstücksei ist, bleibt zwar letztlich dem persönlichen Geschmack und den Vorlieben überlassen, aber es lässt sich trefflich drüber streiten. Im Zentrum des Unwillens steht in der Regel das Eigelb: Wie muss es sein, wachsweich oder hart? Zwischen Zufriedenheit und Katastrophe liegen hier manchmal nur Minuten. Auf die Frage nach der Kochzeit, weiß Loriot die Antwort: „ Eine Hausfrau hat das im Gefühl.“

Sicherheitshalber hier eine Empfehlung für die Kochzeit der Eier:

Kochzeit Eier

FESTES EIDOTTER

Hart gekochte Eier

Das Eigelb steht sprichwörtlich für eine eigene Liga. Als “das Gelbe vom Ei“ wird nicht nur das Eidotter bezeichnet, sondern synonym vieles, was als nicht perfekt und verbesserungswürdig empfunden wird. Die Zufriedenheit beim Essen eines Eis steht oder fällt jedoch mit dessen Konsistenz.

Hartgekochte Eier beziehen sich auf den Zustand des gelben Eidotters. Liebhaber der harten Variante rühren Eier, deren Eigelb noch flüssig ist, nicht an. Hart ist jedoch nicht gleich hart. Ein 7-8 Minuten lang gekochtes Ei sieht im Inneren gänzlich anders aus, als ein 14 Minuten lang gekochtes Ei. Oberhalb dieser Kochzeit wird das Eigelb sogar grün. Wer auf den Punkt genau Eier hart kochen möchte, sollte einiges beachten.

Hart gekochte Eier

WEICHES EIGELB

Am beliebtesten: Ein weichgekochtes Ei

Weich gekochtes Ei

Bei einem weichen Eis zählt jede Minute. Zwischen flüssig, in der Mitte noch flüssig und einem wachsweichen Eigelb liegen nur Sekunden. Ohne Eieruhr geht hier gar nichts.

Hartgesottene Eierfans nennen dem Koch daher die Minuten und Sekunden, wenn sie gefragt werden, wie sie ihr Ei haben möchten. Mit der Zahl der Gäste steigt adäquat der Stresspegel in der Küche. Abhilfe schaffen Eierkoche mit einer Schaltuhr.

Spiegelei gebraten

OCHSENAUGE

Sanft gebraten: Das Spiegelei

Ganz schön glibberig! Zumindest in den ersten Minuten in der Pfanne. Wie bei den gekochten Eiern kann man aus der Zubereitung eines gebratenen Spiegeleis fast eine Wissenschaft machen und herzhaft streiten, wie das ideale Spiegelei auszusehen hat:

  • weiches gleichmäßiges Eiweiß mit einem Eigelb, das noch glänzt und beim Hineinstechen ausläuft

  • braune Ränder, gestocktes Eiweiß und festes Eigelb, leicht gebräunter Boden

  • von beiden Seiten gebraten und leicht gebräunt

  • vorher gesalzen / nachher gesalzen

Was bei den Profis in der Ausbildung das Prüfungsergebnis gefährdet, findet zu Hause garantiert seine Liebhaber die es genau so auf den Teller möchten. Am Ende entscheidet eben doch der Geschmack. Interessant sind trotzdem handwerkliche Fragen:

  1. Woher stammt der Name Spiegelei?
  2. Wie schlage ich das Ei auf ohne, dass das Eigelb zerläuft?
  3. Welche Temperatur wähle ich?
  4. Was muss ich beachten, damit Eiweiß und Eigelb gleichmäßig garen?
  5. Wie vermeide ich Löcher im Eiweiß?
  6. Was bedeuten Sunny Side up und Ochsenauge?
  7. Warum wird das Spiegelei erst zum Schluss gesalzen?

RÜHREI

Rührei muss cremig und locker sein

Eier in die Pfanne, ordentlich rühren bis alles fest ist – fertig! Kann klappen, muss nicht. Im schlimmsten Fall bäckt das Rührei am Pfannenboden an. Die wichtigsten Fragen für das perfekte Rührei:

  • Wie viele Eier müssen pro Person für Rührei kalkuliert werden?
  • Werden die Eier vorher in eine Schüssel aufgeschlagen oder gleich in der Pfanne?
  • Wann wird gerührt und vor allem wie lange?
  • Viel oder wenig Temperatur?
  • Was bewirken Sahne oder Milch?
  • Warum wird mein Rührei nicht cremig?
Frische Rühreier

VERLORENE EIER

Pochiertes Ei oder verlorene Eier

Pochiertes Ei oder verlorene Eier

Du brauchst nur Eier, Wasser, je nach Geschmack Essig und etwas Fingerspitzengefühl.

Für verlorene Eier, wird das rohe Ei in knapp 80° C heißes Wasser gegeben. Das Problem: Wie bleibt das Eigelb ganz? Außerdem soll das Ganze zum Schluss noch halbwegs gut aussehen, denn ohne ein paar kleine Tricks verteilt sich das Eiklar im Wasser und wabert im Topf herum. Aus diesem Grund nennt man sie auch verlorene Eier.

Eischnee mit Schneebesen

GESCHLAGENER SCHAUM

Überhaupt nicht kalt: Eischnee

Eiklar mit ein wenig Zucker zu festem Eischnee zu schlagen, kann ja nun wirklich nicht so schwer sein. Weit gefehlt! Zwar hat die Bezeichnung als Schnee nur etwas mit dem Aussehen zu tun, aber er ist ebenso empfindlich wie das kalte Original. Unterlaufen Dir Fehler, bleiben die Folgen gleich und das Eiweiß wird nicht steif. Der Eischnee fällt zusammen und löst sich in seine Bestandteile auf. Übrig bleiben Wasser und Eiweiß. Hier unser Rat für festen Eischnee.